In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Ihnen Apps für Ihr Smartphone vorgestellt, die in keinem Urlaub fehlen sollten. Bevor Sie allerdings auf Reisen gehen, müssen Sie neben dem Weg zum Urlaubsziel auch eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt finden.

Fast jeder kennt und nutzt dafür die klassischen Online-Plattformen wie hotel.de, expedia.de oder booking.com. Allerdings gibt es seit einiger Zeit einen neue Trend: Wohnungs-Community-Marktplätze. Nach dem Vorbild aus den USA airbnb.com findet man auf solchen Portalen nicht Hotels, Hostels oder Pensionen, sondern Wohnungen oder Zimmer von Privatpersonen, die diese zur Vermietung anbieten und das weltweit. Für einen Strandurlaub eher ungeeignet, scheint das Konzept für geplante Städtereisen perfekt geeignet zu sein. Immerhin lässt sich der gebuchte Aufenthalt auch gleich refinanzieren, indem man gleichzeitig seine eigene Wohnung vermietet.

Airbnb.com – „Weltweit private Unterkünfte finden“

Das Online-Portal Airbnb beschreibt sich selbst als „ein Community-Marktplatz für die Vermietung und Buchung von Privatunterkünften“. Im August 2008 gegründet, ist es mittlerweile Marktführer und Vorbild für nationale Nachahmer wie Wimdu oder 9flats.com. Bereits über zwei Millionen Buchungen hat Airbnb dabei nach eigenen Angaben erfolgreich abgewickelt. Das Konzept scheint aufzugehen. Einfach über die Suche eine der 16.000 verfügbaren Städte anwählen, sich für die Art des Zimmers entscheiden, zur Auswahl stehen hier Haus/Wohnung, Privatzimmer oder Gemeinschaftszimmer, und noch die Größe und den Objekttyp bestimmen. Bei Letzterem gibt es sogar so ausgefallene Kategorien wie „Iglu“ oder „Baumhaus“. So kann man z.B. für 136 Euro eine Übernachtung in einem hawaiianischen Treehouse buchen (Link).

Vor der Buchung kann man sich anhand der bereitgestellten Fotos, Karten, Street-View-Ansicht und Bewertungen bisheriger Gäste ein genaues Bild von der gewählten Unterkunft machen. Hat man noch spezielle Fragen, lässt sich auch ganz einfach mit dem Gastgeber kommunizieren. Möchte man selbst seine Wohnung vermieten, ist das kinderleicht. Einfach Profil auf Airbnb anlegen, das Wohnungsinserat mit allen notwendigen Informationen versehen und dann das Angebot einstellen. Findet sich dann schließlich ein Mieter, muss man nur eine Servicegebühr in Höhe von drei Prozent zahlen.

Airbnb funktioniert und ist erfolgreich vor allem aufgrund der sozialen Komponente des Portals. Denn wer will schon seine Wohnung einem „vollkommen“ Fremden zur Verfügung stellen? Die umfangreichen Nutzerprofile auf Airbnb machen es möglich, dass sich Gäste und Gastgeber vorab kennenlernen können. Der Gastgeber kann zudem eine Buchung auch ablehnen, sollte ihm der Gast nicht zusagen. Zusätzlich lassen sich die Nutzerprofile auch mit Facebook verbinden, um so auf einer noch persönlicheren Ebene zu kommunizieren. Dass die Privat-Vermieter sich auch bemühen, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, gewährleistet Airbnb durch die Zurückhaltung der Zahlung bis 24 Stunden nach der Ankunft.

Das Konzept ist erfolgreich und führt dazu, dass nach und nach immer mehr solcher Wohnungs-Community-Marktplätze entstehen. Die zwei bekanntesten in Deutschland sind hier wohl www.wimdu.com und www.9flats.com. Letztlich sind es eins zu eins Kopien der Airbnb-Plattform. Zumindest Wimdu stand auch bereits einmal im Verdacht gefälschter Bewertungen. (Link) Ein Problem, mit dem aber sicher alle Online-Plattformen, die eine Bewertungsfunktion anbieten, zu tun haben.

Fazit – Hallo Wohnungen, Adé Hotels

Das Konzept von Airbnb ist interessant und vielversprechend, vor allem für Menschen die eine wirklich einzigartige und individuelle Unterkunft für ihren nächsten Städtetrip suchen. Also für mich steht die Entscheidung schon fest, ich werde mich vor meiner nächsten Reise auf jeden Fall auch einmal bei Airbnb informieren und nicht nur die üblichen Verdächtigen besuchen.

Was halten Sie von Airbnb? Würde es für Sie in Frage kommen, die Wohnung eines Fremden als Urlaubsdomizil zu nutzen oder würden Sie gar selbst Ihre Wohnung vermieten?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße,
André Nagel

Airbnb oder die etwas andere Urlaubs-Unterkunft

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