Dahinter steht eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Das 1976 gegründete kalifornische Unternehmen, das sich zunächst auf den Bau von Computern konzentriert hatte, stand Ende der 1990er Jahre bereits kurz vor der Pleite. 1997 kehrte Steve Jobs, der die Firma einst mitgegründet hatte, nach einer mehr als zehnjährigen Auszeit als CEO zurück. Mit dem iMac führte er den Konzern 1998 wieder in die Gewinnzone, dann begann der kometenhafte Aufstieg: 2001 der iPod, 2006 das MacBook, ein Jahr später das iPhone und 2010 das iPad. Apple hat einen Lauf. Das Unternehmen glänzt heute nicht nur in der MillwardBrown-Studie, sondern auch mit Umsatzzahlen und Marktanteilen. Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Natürlich ist diese Frage nicht leicht zu beantworten. Ließe sich Steve Jobs Geheimrezept so einfach durchschauen, gäbe es längst ebenso erfolgreiche Nachahmer. Einige Erfolgsfaktoren aber lassen sich erkennen.
Egal ob beim Mp3-Player, beim Smartphone oder beim Tablet-PC. Apple gelingt es immer wieder, der „First Mover“ auf dem Markt zu sein. Wenn Steve Jobs ein neues Produkt vorstellt, präsentiert er zugleich den aktuellsten technischen Stand. Oder wie es der Stern beschreibt: „Er bestimmt, was die Menschen sehen und was sie hören – und wie sie es sehen und hören. Er bestimmt, wie sie arbeiten und woran; er bestimmt, wie sie telefonieren und womit. Selbst wenn sie kein Apple-Produkt besitzen, denn alle Hersteller orientieren sich daran.“ (Quelle)
Trotz anspruchsvoller Technik sind die Produkte mühelos, nahezu intuitiv, zu bedienen – selbst für eher Technik averse Nutzer. Möglich macht das zum Beispiel die charakteristische Multi-Touch-Technologie.
Ob nun Macbook, iPod, iPhone oder iPad – Apple ist chic. Das edle Design ist ein Alleinstellungsmerkmal, das die Produkte weitgehend von der Konkurrenz abhebt und immer wieder Trends setzt.
Für den Markenwert wohl besonders ausschlaggebend ist der besondere Lifestyle, der mit jedem Apple-Produkt, vom iPod Shuffle bis zum iPhone 4 verkauft wird. Was von Apple kommt, entspricht dem Zeitgeist. Die Produkte sind Statussymbole, Must-Haves, die man braucht, um sich von der breiten Masse abzuheben.
Es ist wohl dieser eher emotionale Aspekt, der Apple zur wertvollsten Marke der Welt macht. Innovative, bedienerfreundliche und schöne Produkte entwickeln – das können „die Anderen“ im Zweifel auch. Aber ein elitäres Zusammengehörigkeitsgefühl unter der Nutzerschaft zu erzeugen, gelingt – zumindest im Moment – nur Steve Jobs.
Worin sehen Sie die Gründe für Apples derzeitige Beliebtheit? Glauben Sie, dass sich die Marke langfristig auf diesem Spitzenplatz halten kann?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare.
Viele Grüße
Franziska Bravo Roger