Old-fashioned-Handys sind out. iPhone, Blackberry und Co. verbreiten sich weltweit mit rasanter Geschwindigkeit. Wie eine neue Studie des Marktforschungsunternehmens Comscore zeigt, besitzt auch in Deutschland mittlerweile gut jeder Fünfte ein Smartphone. Das marktstrategische Potenzial dieser positiven Entwicklungen haben die ersten Firmen erkannt. Mobiles Marketing ist in aller Munde.

Millionen Deutsche nutzen Apps – Zahlungsbereitschaft gering

Apps, die kleinen Hilfsprogramme fürs Smartphone, sind auf dem Vormarsch. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM werten schon jetzt bereits zehn Millionen Deutsche ihr Smartphone mit Apps auf. Zu den beliebtesten Programmen zählen dabei Spiele, soziale Netzwerke und Informationsdienste.

Die Zahlungsbereitschaft für die kleinen Alltagshilfen hält sich bei den deutschen Nutzern jedoch in Grenzen: Nach einer Erhebung des Internetkonzerns „Tomorrow Focus“ sind gerade einmal sieben Prozent bereit, mehr als zwei Euro für eine App zu zahlen. Da überrascht es kaum, dass 80 Prozent aller App-Downloads kostenlos sind.

Innovation in der Unternehmenskommunikation

Nach Analystenmeinung werden Smartphone-Apps schon bald ein normaler Bestandteil im Marketing-Mix sein. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen ihren Stakeholdern interessanten Content oder hilfreiche Tools zur Verfügung stellen. Zur Interaktion mit dem Kunden lassen sich sogar maßgeschneiderte soziale Netzwerke aufbauen. Für ein effektives mobiles Marketing mit Apps gilt es jedoch, ein paar Spielregeln zu beachten.

Mehrwert bieten und authentisch bleiben

Eine gute App lebt vom Mehrwert, den sie bietet. Ist sie unnützlich, wird sie nicht gebraucht. Umfassende Analysen der Zielgruppe und ihrer Bedürfnisse haben also oberste Priorität. Die App sollte sich konsistent in die Kommunikationsstrategie eingliedern und zum Unternehmen passen: Eine Fitness-App beispielsweise kann die Marketingstrategie eines Sportmode-Labels sinnvoll ergänzen. Wörterbuch-Verlage könnten Übersetzungshilfen für unterwegs anbieten. Kunden einer Autovermietung ließen sich möglicherweise mit einem Navigationsprogramm fürs Handy binden. Der Kreativität des werbenden Unternehmens sind keine Grenzen gesetzt.

Apps erstellen ohne Programmierkenntnisse

Insbesondere für kleinere Firmen, die vor der kostspieligen Entwicklung einer Smartphone-App zurückschrecken, dürfte eine Innovation der Fraunhofer ESK interessant sein: Die Münchener Forschungseinrichtung entwickelt derzeit mit dem E-Composer ein Autorentool zur Erstellung mobiler Apps. Mit einem Baukastensystem lassen sich Text-, Video- und Audioinhalte individuell zu einer App zusammenstellen, die auf allen gängigen Smartphones genutzt werden kann.

Innovativer Marketingkanal oder überflüssige Kommunikationsmaßnahme? Was ist Ihre Meinung zum Einsatz von Smartphone-Apps in der Unternehmenskommunikation? Bieten Sie Ihren Kunden bereits mobile Hilfsprogramme? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße

Apps bringen Unternehmen aufs Smartphone

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