Obwohl Googles Facebook Konkurrent G+ langsam an Fahrt verliert, scheint Mark Zuckerberg nicht darauf warten zu wollen, dass Google sich selbst ins Aus schießt. Stattdessen will Facebook mit Weiterentwicklungen punkten und zündet in dieser Woche ein ganzes Feuerwerk an Neuerungen. In diesem Blogbeitrag fassen wir sie für Euch einmal kurz zusammen.
 

Neue Freundeslisten – Besser als Circles?

Die Möglichkeit auf Facebook Freundeslisten anzulegen und so die Vielzahl an im Laufe der Zeit hinzugekommenen Bekannten zu sortieren, gibt es schon geraume Zeit. Mit den neuen Verbesserungen scheinen Sie nun aber endlich sinnvoll einsetzbar und ziehen, wenn auch nicht optisch, dafür funktionell mit Googles „Circles“ gleich.   „Smart Lists“ sollen in Zukunft das Einsortieren von Freunden in entsprechende Listen zum Kinderspiel machen. Dabei werden Freunde, mit denen man etwas gemeinsam hat, sei es Arbeit, Schule oder die Stadt, in der man lebt, automatisch einer entsprechenden Liste zugeordnet. Bei den meisten Facebook-Nutzern findet die Zuweisung von Freunden/Bekannten in eine Liste direkt nach Annahme der Freundschaftsanfrage statt. Diese bisher schon bestehende Funktionalität hat Facebook noch verbessert und liefert nun auch gleich dazu passendere Empfehlungen für die Zuordnung.   Eine wirklich gelungene Neuerung ist die an Googles Umgang mit Circles angelehnte Möglichkeit, als Nutzer jetzt direkt im Pinnwand-Postfenster zu entscheiden, an welche Freunde bzw. innerhalb welcher Liste die Nachricht publiziert werden soll.   Auch den Newsstream kann man jetzt entsprechend der Freundeslisten filtern. Einfach die jeweilige Liste in der linken Seitenleiste anklicken und schon sieht man nur die Statusupdates der Nutzer innerhalb der ausgewählten Liste. Zudem lassen sich endlich die Inhalte des Newsstreams nach „Guten Freunden“ und „Bekanntschaften“ sortieren. Vorab manuell zugewiesen, werden die Newsstreams der beiden Gruppen dann in unterschiedlichen Fenstern angezeigt.  

Facebook Abonnements – Private Fanpages

Eine weitere große Neuerung ist die Möglichkeit, nun private Profile zu „abonnieren“. Ähnlich zu Google+ und Twitter lassen sich so die Newsstreams von Nutzern verfolgen, mit denen man nicht direkt befreundet ist. Natürlich müssen diese privaten Profile vorab vom jeweiligen Nutzer für das öffentliche Folgen freigeschaltet werden, was sonst nicht gerade eine Selbstverständlichkeit bei neuen Facebook-Funktionen ist. Nach der Vielzahl an Datenschutzdebatten um das soziale Netzwerk, scheint man dazugelernt zu haben. Zusätzlich auswählen lässt sich noch, ob man alle Updates des Nutzers empfangen möchte, oder z.B. nur Fotos und Videos.   Eine Konkurrenz zu den bisherigen Facebook Fanpages stellen die neuen „Subscriptions“ allerdings nicht dar, zu eingeschränkt sind z.B. die Verwaltung privater Profile von unterschiedlichen Personen oder auch die Analysemöglichkeiten. Denn Facebook Insights steht auch weiterhin nur für Fanpages zur Verfügung, genauso wie die Möglichkeit unterschiedliche Tabs für andere verfügbar zu machen.  

Sonstige kleinere Neuerungen bei Facebook

Neben den beiden großen Neuerungen hat Facebook noch einige weniger zentrale Dinge verändert. So benötigen Facebook Fanpages ab sofort nicht mehr 25 Fans, um sich eine Vanity URL (einzigartige URL) für ihre Fanpages zu reservieren. Außerdem können Nutzer nun auf Fanpages Nachrichten hinterlassen, ohne „Fan“ der Page zu sein.   Die gesamte Palette an neuen Funktionen steht wie immer nicht sofort allen Benutzern zur Verfügung. Erst nach und nach wird Facebook die Features im gesamten Netzwerk „ausrollen“.  

Was haltet Ihr von den Neuerungen? Entwickelt sich Facebook in die richtige Richtung, oder ist es mittlerweile funktional überladen?  

Ich freue mich auf Eure Kommentare.  

André Nagel

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