Von vielen sehnsüchtig erwartet, hat Apple gestern Abend im Rahmen einer Keynote sein neues iPad vorgestellt. In den letzten Wochen kochte die Gerüchteküche zu den neuen Spezifikationen und Funktionen besonders hoch. Was sich alles bewahrheitet hat, erfahrt Ihr kurz und knapp in unserem Blogbeitrag.

Neues Design

Nur behutsam hat Apple das Design des iPads überarbeitet. Größte Neuerung ist die im Vergleich zum Vorgänger wesentlich dünnere Gehäuseform. Dank neuer Fertigungsmethoden beim Display konnte Apple das iPad 2 33 Prozent dünner gestalten als den Vorgänger. Mit seinen 8,8mm ist das neue iPad damit sogar dünner als das aktuelle iPhone 4. Auch abgespeckt hat das iPad und wiegt nun statt bisher 750 Gramm nur noch 650 Gramm. Zwei Neuerungen die sich bei der täglichen Verwendung und im mobilen Einsatz unterwegs sicher bemerkbar machen werden. Neu ist auch, dass es das iPad nun auch in weiß gibt. Hoffen wir, dass es nicht so Zukunftsmusik bleibt wie das im letzten Sommer angekündigte weiße iPhone 4, dass es aufgrund von Fertigungsproblemen bis jetzt noch nicht zur Marktreife geschafft hat.

Mehr Leistung und zwei Kameras

Im iPad 2 verbaut Apple ab sofort den neuen eigen entwickelten A5 Chip. Mit 1 GHz und Zwei-Kern-Technologie ist das iPad damit rund doppelt so schnell wie das Alte. Eine bis zu 9-Mal schnellere Grafikeinheit soll ein noch flüssigeres und realistischeres Gameplay bei Spielen ermöglichen. Effizientem Energiemanagement sei Dank bleibt die Laufzeit des neuen iPad trotz Leistungssteigerung und dünneren Abmessungen bei rund 10 Stunden und 30 Tagen Standby. Viele Anwender des iPads der ersten Generation wünschten sich vor allem mehr Arbeitsspeicher. Ob Apple beim iPad 2 hier aufgerüstet hat, wurde auf der Keynote allerdings nicht bekanntgegeben.

Wie bereits im Vorfeld erwartet, hat Apple sein iPad fit für die hauseigene Videotelefonie-Lösung „Facetime“ gemacht. Eine Front- sowie Rückkamera ermöglichen ab sofort Videotelefonate mit Mac- und iPhone 4-Besitzern. Mit der Rückkamera sind dabei sogar HD-Videoaufnahmen möglich. Genaue Spezifikationen zu den Auflösungen der beiden Kameras hat Apple noch nicht veröffentlicht, zumindest die Rückkamera sollte angesichts des HD-Siegels aber Videos in 720p Auflösung ermöglichen. iPad 2 Besitzer können die Aufnahmen dann auch gleich mit der neuen iMovie-App fürs iPad editieren und exportieren.

Neues Zubehör – Smart Cover

Ob Apple die neue Schutzhülle aufgrund des durch die dünnere Bauweise nun anfälligeren Displays vorgestellt hat, ist noch unklar. Zumindest scheint das iPad Smart Cover aber eine sinnvolle Ergänzung für alle iPad 2 Besitzer zu sein. Magnetisch und wie von Geisterhand lässt es sich am iPad 2 „andocken“ und schützt fortan das Display. Klappt man die mehrgliedrige Schutzauflage auf, so wacht auch gleichzeitig das iPad automatisch auf. Im Gegenzug geht das iPad sofort in den Sleep-Modus, wenn die Schutzhülle das gesamte Display bedeckt. Zusätzlich lässt sich das Smart Cover so klappen, dass es auch als Ständer für das iPad 2 fungieren kann. Wirklich innovativ und nur exklusiv für das iPad 2 erhältlich, da nur das neue Modell den in der Schutzhülle integrierten Magneten auch halt bietet. Auswählen können iPad 2-Besitzer dabei aus zehn Farben, fünf davon sind sogar aus weichem, anilingefärbtem italienischen Leder.

Was gleich geblieben ist

Nichts verändert hat Apple bei der Modellauswahl. Wie bereits beim iPad der ersten Generationen gibt es drei Wi-Fi- und drei UMTS-Varianten, jeweils mit 16, 32, oder 64GB Speicherkapazität. Auch die Preise hat Apple nicht verändert, was in Anbetracht der vielen Neuerungen schon fast überraschend ist.

Verfügbarkeit

In den USA ist das iPad 2 ab dem 10. März, in Deutschland und 25 weiteren Ländern ab dem 25. März verfügbar. Wie bei allen Neuvorstellungen Apples der vergangenen Jahre wird es vermutlich am Anfang zu Lieferengpässen kommen. Wer also unbedingt eines der neuen Geräte haben möchte, sollte sobald möglich im Apple Store bestellen. Momentan ist es noch nicht vorbestellbar.

Fazit

Auch wenn das iPad 2 ohne Retina Display aufwartet, ist es doch eine durchaus gelungene Weiterentwicklung. Die gestiegene Leistung und das schlankere Äußere sowie die neue Front- und Rückkamera machen auch für Besitzer der ersten Generation einen Umstieg attraktiv. Eins ist jedenfalls sicher: Mit dem iPad 2 hat Apple die Messlatte für andere Tablet-Hersteller wieder ein Stück höher gelegt.

Wer nicht unbedingt das neue iPad 2 braucht, bekommt zurzeit drastisch reduzierte iPads der ersten Generation im Apple Store. So gibt es das iPad Wi-Fi mit 16GB schon für 379€ statt bisher 499€.

Was haltet Ihr von dem neuen iPad 2? Was fehlt ihm Eurer Meinung nach noch, damit Ihr Euch zu einem Kauf hinreißen lasst?

Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Viele Grüße

André Nagel

iPad 2 – Was ist alles neu?

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