Facebook erneuert seine Fanseiten. Nach den privaten Nutzerprofilen erhalten jetzt auch Unternehmensseiten einen frischen Anstrich. Das bisher größte Upgrade der Fanpages bietet neben einem veränderten Design auch eine Reihe neuer Funktionen und Features. Richtig eingesetzt, können Werbetreibende die Interaktion mit ihren Stakeholdern damit unterstützen.

Neu: Galerie und Navigationsmenü

Die wohl auffälligste Neuerung der neuen Facebook-Fanpages liegt im Seitenaufbau. Das Design wurde an die privaten Profilseiten angepasst, die bereits im Dezember erneuert wurden. So zeigt die Galerie im oberen Seitenbereich fünf horizontal nebeneinander angeordnete aktuelle Fotos. Unternehmen können ihr Profil mit dem Fotostreifen individualisieren, wenn sie beispielsweise ihre eigene Produktpalette abbilden. Verändert haben sich auch die Höhenanforderungen an das Profilbild der Fanpage. Das Firmenlogo darf jetzt maximal 540 Pixel hoch und 180 Pixel breit sein. Die gewohnten Tabs zur Navigation im Mittelbereich der Fanseite entfallen ab sofort. Stattdessen werden die Menüpunkte nun in der linken Seitenspalte direkt unter dem Profilbild präsentiert.

Fanseiten werden aktiv wie private Nutzer

Im Namen der Fanseite Einträge auf anderen Facebook-Pinnwänden zu erstellen oder andere Fanseiten zu „liken“, wurde Unternehmen bislang vorenthalten. Mit den neuen Fanpages interagieren Werbende wie private Nutzer im sozialen Netzwerk. So können Fanpage-Administratoren ab sofort mit einem Klick auf „Gefällt mir“ ihre Lieblingsseiten definieren und dort eigene Inhalte veröffentlichen.

Irrelevante Posts und Schimpfwörter aussortieren

Der Pinnwandfilter bietet den Besuchern der Fanseite die Möglichkeit, sich nur die neuesten und beliebtesten Einträge anzeigen zu lassen. Weniger relevante, gering kommentierte Posts werden dabei ausgeblendet.

Ein hilfreiches Tool für Administratoren ist der neu eingerichtete Schimpfwortfilter. Einer von Facebook vorgegebenen Blacklist folgend entfernt er automatisch alle Pinnwandposts, die vulgäre oder verfassungsfeindliche Begriffe enthalten. Diese Liste kann der Administrator darüber hinaus um eigene zu blockierende Schimpfwörter erweitern.

Betreiber zeigen Gesicht

Für mehr Transparenz in der Social Media-Kommunikation auf der neuen Fanseite dürfte die „Page Owner“-Information sorgen: Dabei handelt es sich um eine freiwillige Angabe, die Nutzern anzeigt, wer die Fanpage administriert.

Auf dem neuesten Stand mit Newsfeed und E-Mail-Benachrichtigungen

Der Newsfeed für Betreiber der neuen Facebook-Fanpage stärkt den Community-Charakter im Netzwerk. Wie private Nutzer sehen Unternehmer nach dem Fanseiten-Upgrade eine Startseite, die über die neuesten Aktivitäten aller „Favorite Pages“ informiert. Neu ist auch die Benachrichtigung per E-Mail, sobald Nutzer auf der eigenen Fanpage agieren. So können Social Media-Beauftragte schneller auf Fragen der Nutzer reagieren, ohne permanent die Fanpage im Blick behalten zu müssen.

Mit anderen Administratoren chatten

In der neu eingerichteten Admin-Ansicht können Betreiber der Fanseiten sehen, welche anderen Administratoren gerade im Unternehmensprofil eingeloggt sind. Via Facebook-Chat lassen sich dann schnell und einfach untereinander Absprachen treffen. Außerdem zeigt das Admin-Menü jetzt die Seitenstatistiken an, die bislang in der linken Sidebar untergebracht waren.

Am 10. März will Facebook alle bestehenden Fanseiten auf die neue Version umstellen. Unter http://www.facebook.com/pages/status/ können sich Betreiber schon jetzt eine Vorschau anzeigen lassen oder das Upgrade bereits selbst freischalten.

Spielerei oder wichtige Innovation? Wie bewerten Sie die Veränderungen auf den Facebook-Fanseiten?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Viele Grüße

Franziska Bravo Roger

Neuer Look für Facebook-Fanseiten

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