YouTube erfreut sich unter den sieben am häufigsten genutzten Social Media-Kanälen der größten Beliebtheit: Das ist ein Ergebnis der Studie „Social Media Atlas 2011“, für die im Auftrag der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna 4.230 deutsche Internetnutzer befragt wurden. Demnach bewerten 76 Prozent das Video-Portal positiv mit „gut“ oder „sehr gut“. Facebook findet die gleiche Zustimmungsqualität bei 69 Prozent der befragten Internetnutzer, das Karrierenetzwerk Xing gefällt 57 Prozent „gut“ oder sogar „sehr gut“. Derweil wundert als Ergebnis der Studie nicht, dass die Gruppe der 14- bis 19-jährigen Internetnutzer am emsigsten twittert, sich auf Facebook tummelt und gern auch zahlreiche weitere Social-Media-Kanäle nutzt: 86 Prozent!, während Frauen sich online deutlich mehr sozialisieren als Männer. Datenschutz und Privatsphäre haben laut der Studie eine hohe Bedeutung für Social Media-Nutzer: 78 Prozent halten diese Facetten für sehr wichtig und räumen ihnen Platz eins ein auf die Frage, welche Kriterien für die Qualität von Netzwerken relevant sind. Darauf folgen auf Platz zwei und drei die Übersichtlichkeit der Seite und die Zuverlässigkeit der Server. Eine Verknüpfung mit anderen Social Media-Diensten halten mit nur elf Prozent die Wenigsten für wichtig.

Ranking Social-Media-Kanal: Anteil „gut“ oder „sehr gut“
1. YouTube 76%
2. Facebook 69%
3. Xing 57%
4. MyVideo 54%
5. Twitter 52%
6. Wer-kennt-wen 50%
7. StayFriends 44%

Werbung und Empfehlungen
67 Prozent der Deutschen Social Media-Nutzer räumen Informationen, die von persönlichen Kontakten in den Netzen verbreitet werden „äußerst großes Vertrauen“ ein. Beinahe jeder Vierte hat bereits eine private Empfehlung zum Anlass genommen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen ist es sogar knapp jeder Dritte.
Einen etwas schwierigeren Stand hat da die Werbung: Dort hat den Angaben zufolge nur jeder Fünfte Werbebotschaften im Social Media-Sektor zum Anlass für einen Kauf genommen, während ältere Nutzer sich gemeinhin weniger beeindrucken lassen, als jüngere. Über die Hälfte der befragten Social Media-Nutzer versucht die Werbung in privaten und beruflichen Netzwerken zu ignorieren. 40 Prozent geben an, von der Werbung genervt zu sein.

Social Media-Muffel
Trotz der immensen gesellschaftlichen Durchdringungskraft gibt es kategorische Social Media-Verweigerer: 29 Prozent hegen grundsätzliche Ressentiments gegen alle Social Media-Aktivitäten. Sieben Prozent der befragten Internetnutzer haben bisher zwar noch keine interaktiven Online-Dienste ausprobiert, möchten das aber künftig tun.

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Dirk Dieckmann

Quellen und weitere Informationen:
www.faktenkontor.de
www.onpulson.de
 
 

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